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Volkswirtschaft


Was macht eine Wirtschaft zur Volkswirtschaft?

Diese Frage wird in der Literatur so gut wie gar nicht gestellt; selbst die Volkswirtschaftslehre tut dies nicht, obwohl doch die Frage direkt ihren Gegenstand betrifft. Die Volkswirte gehen mit gemischten Gefühlen von der Volkswirtschaft als einem gegebenen Faktum aus, ohne es ökonomisch zu erklären.

Hören wir, was einer ihrer Repräsentanten, Knut Wicksell, dazu sagt:
"Eine befriedigende Definition des Wortes Nationalökonomie ist nicht leicht zu geben, hauptsächlich deshalb, weil der Begriff selbst zumindest unbestimmt ist. (...) In Ermangelung eines besseren kann jedoch wohl der alte Name gern behalten werden, wenn man sich nur davor hütet, die Vorstellung einer in der Wirklichkeit nicht existierenden nationalen Gemeinsamkeit auf wirtschaftlichem Gebiete hineinlegen zu wollen." (Vorlesungen über Nationalökonomie)
Der Begriff Nationalökonomie kann beibehalten werden, wenn er gerade keine Volkswirtschaft kennzeichnet. Eine schöne Logik!

In den unten stehenden Publikation wird das Verhältnis von Gesamtkapital und Volkswirtschaft geklärt, also vor allem die Frage beantwortet, weshalb sich das Gesamtkapital nicht als Kapital sondern als Volkswirtschaft, als die Wirtschaft eines Volkes darstellt. Der Leser wird erfahren, dass die Volkswirtschaft nur die mystifizierte Form des Gesamtkapitals ist. Eine solche Mystifikation hat große Bedeutung für das Verständnis darüber, was eine Nation ausmacht.

In Form der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und der Makroökonomik wird die Volkswirtschaft als eigenständiges ökonomisches Gebilde anerkannt, ohne aber geklärt zu haben, wie es zu diesem Konstitutionsprozess kommt. Wenn sich mal die ökonomische Analyse bis zu der Fragestellung nach der Konstitution der Volkswirtschaft durchgearbeitet hat, dann wird das Thema der Politologie übergeben. Der Staat, so das Dogma, schafft in seinen Grenzen die Volkswirtschaft.
Was aber schafft die Grenzen des Staates?



Mehr dazu:
 


Der volkswirtschaftliche Wirtschaftskreislauf und was daran zu kritisieren ist

Ungleicher Tausch? Die Marxsche Lösung des Wertproblems auf dem Weltmarkt

Guenther Sandleben, Nationalökonomie & Staat. Zur Kritik der Theorie des Finanzkapitals, VSA-Verlag 2003
 

Sandleben, Guenther (1998): Drei Gesichter des Kapitals. Globalität, Nationalität, Individualität, in: Kalaschnikow, 2/98
Jetzt auch als Internetversion verfügbar: Drei Gesichter des Kapitals. Globalität, Nationalität, Individualität    

Was ist eine Volkswirtschaft.doc