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 Kommunismus im 21. Jahrhundert

Kapitalismus ade! Warum eigentlich nicht?

Die Menschen sind Jahrtausende ohne ihn ausgekommen, obgleich sie entwickelte Arbeitsteilung praktizierten. Seht den Pyramiden-Bau in Ägypten oder die städtebaulichen Wunderwerke des Mittelalters: Welch eine Arbeitsteilung fand dort statt. Hochentwickelte Arbeitsteilung war möglich ohne Kapitalismus.

Es ist eine bürgerliche Lüge, wenn gesagt wird, dass eine fortgeschrittene Produktionsweise ohne Geld, das sich in Kapital verwandelt, unmöglich sei.

Der Kapitalismus ist überholt - eine andere Produktions- und Verteilungsordnung muss an die Stelle treten. Die wieder anschwellende Kriegsgefahr im großen Stil und die große Krise von 2008ff sind weitere Hinweise für die historische Überholtheit und für die wachsende Gefährlichkeit dieses Systems. Unter dem Regime des Kapitals werden die Produktivkräfte zunehmend auch zu Destruktivkräften, ein Zusammenhang, den schon Marx heraus gefunden hatte.

Zerstörung von Reichtum und Armut inmitten des Reichtums sind die Folgen der periodisch auftretenden Krisen.

Trotz des ungeheuren Reichtums, der beim heutigen Stand der Produktivkräfte möglich wäre, legen die Staaten Sparprogramme auf. Die kapitalistische Überproduktionskrise zeigt, dass zu viel produziert wurde im Vergleich zur kaufkräftigen Nachfrage. Obwohl zu viel da ist, soll gespart werden. Konsumverzicht inmitten der Überproduktion - welch ein Wahnsinn!  Den Kapitalismus können sich die Menschen nun wirklich nicht mehr leisten. Es wird Zeit, dass sie die Wunderwerke ihrer Technik endlich genießen.

In einer wirklich kommunistischen Gemeinschaft gibt es bei hochentwickelter Technologie und Arbeitsteilung weder Waren noch Geld.
Ein Teil der produzierten Güter dient der erneuten Produktion, bleibt also gesellschaftlich, ein weiterer Teil dient gemeinschaftlichen Bedürfnissen und schließlich gibt es Güter, die sich die Individuen entsprechend ihrer persönlichen Bedürfnisse durch einfache Entnahme aneignen, ohne dass Geld erforderlich wäre.

Es besteht eine Gütergemeinschaft von miteinander verbundenen Produktionsgemeinschaften. Es existiert keine Staatswirtschaft, kein Staats-"Sozialismus". Einen von der Gesellschaft abgetrennten und ihr gegenüberstehenden Staat gibt es nicht mehr. Der Staat ist ebenso eine historisch vorübergehende Kategorie wie die antike Sklavengesellschaft es war. Der Menschenhandel erscheint uns heute als krimineller Akt - Künftige Gemeinschaften werden die heutigen Staaten möglicherweise ähnlich beurteilen. Eine kommunistische Gesellschaft unterscheidet sich krass von den ehemaligen real sozialistischen Staaten.


Die materiellen Voraussetzungen für eine grundlegend neue Lebensweise hat die kapitalistische Gesellschaft allesamt geschaffen. Die moderne Technologie ermöglicht ein Leben ohne größere Arbeitsqualen und Entbehrungen. Diese Technologie hat neue Planungsinstrumente geschaffen. Überall wird geplant: In den Unternehmen, im Staat, in Verbänden, in Vereinen, bei Großereignissen.

Die Planwirtschaft ist Realität. Und die entwickelten Formen der gegenwärtigen Planung werden ein technisches Hilfsmittel bilden für die neue gesellschaftliche Planung, in der es keine blinden Marktflecken mehr geben wird. Mit dem kapitalistischen Eigentum verschwinden die heutigen Begrenzungen der Planung und damit verschwinden auch die Widersprüche und Gegensätze von gesellschaftlicher Produktion und privater Aneignung.      

Durch die Aneignung ihrer materiellen Welt werden die Menschen ihre eigene Arbeitsweise revolutionieren, so dass ihr Arbeitsleben zu einer wirklich schöpferischen Seite ihres Lebens wird. Sie werden ihre Arbeitsbedingungen so abwechslungsreich und ästhetisch einrichten, dass sie ihre Arbeit nicht mehr als Last empfinden. Ihre Arbeit werden sie genießen als eine Form ihrer produktiven Selbsttätigkeit. 

Mehr dazu:


Enteignen!
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Anmerkungen zum Marxschen Sozialismusbegriff

Sozialismus des 21. Jahrhunderts: Eine Diskussion zwischen Paul Cockshott und Guenther Sandleben

Ende der Bescheidenheit: Zur Sozialismus-Debatte in der Kalaschnikow

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